Donnerstag, 6. Februar 2014

Kinderausstellungen im Kunstmuseum

Kunstausstellungen für Kinder. Konzepte und Perspektiven

Tagung am 15. und 16. Mai 2014
Museum der Moderne Salzburg Rupertinum

Kunstmuseen, die Ausstellungen für Kinder im Programm haben, sind immer noch selten zu finden. Dabei sind solche Ausstellungen unter den Aspekten der Besucher_innenorientierung und der kulturellen Freizeitgestaltung eine ideale Möglichkeit, um Kindern gemeinsam mit ihren Familien einen Museumsbesuch zu ermöglichen. Denn ob ein Kind einmal Kulturnutzer_in wird, hängt vor allem vom Verhalten seiner primären Bezugspersonen ab.

Wie werden Kunstausstellung für Kinder konzipiert und gestaltet? Welche Konzepte und Möglichkeiten eröffnen sich dadurch?
Die Tagung wendet sich an Kurator_innen, Kunstvermittler_innen und Museumsverantwortliche und dient dem praktischen Erfahrungsaustausch sowie der Vernetzung. Darüber hinaus bieten die Workshops von Armin Klein und Lisa Noggler-Gürtler die Möglichkeit, sich mit konzeptionellen Fragen und Audience Development auseinander zu setzen.

Vortragende:

Laurie De Chiara (USA/D) studierte Contemporary Arts und arbeitete in verschiedenen Museen und Institutionen. Sie ist Mitbegründerin der Institution ArtPod Berlin, einer freien Plattform, die Kindern sowie Erwachsenen die Interaktion mit Kunst ermöglicht. Gemeinsam mit Künstler_innen, Vermittler_innen und Kurator_innen erarbeitet De Chiara Ausstellungs- sowie Vermittlungskonzepte.
Annabelle Görgen-Lammers (D): Die Kuratorin der Hamburger Kunsthalle stellt das mit Olafur Elisasson gestaltete „Hamburger Kinderzimmer“ vor inklusive der davon ausgehenden Ausstellungen und Sammlungsrundgänge mit Familien.
Michael Hansen (DK) ist Künstler und Leiter der Werkstätten des Statens Museum for Kunst, Kopenhagen. Basierend auf den Kinderausstellungen des SMK spricht er über das Entdecken der Kunst durch Kindern und über die Bedeutung des Kunsterlebnisses für das junge Museumspublikum.
Jakob Hoffmann (D) kuratierte für das MMK Frankfurt am Main die Ausstellung „Pssst!“, deren Kunstwerke von zwei Künstlergruppen entwickelt wurden, die bereits im Bereich Grafik, Illustration und Kunst für Kinder Erfahrung sammeln konnten.
Armin Klein (D) ist Professor für Kulturwissenschaft und Kulturmanagement am Institut für Kulturmanagement in Ludwigsburg. In seinem Vortrag und Workshop analysiert er Besucherorientierung, Publikumsentwicklung und Audience Development.
Lisa Noggler-Gürtler (A) ist Kuratorin (Technisches Museum, ZOOM Kindermuseum, vorarlberg museum etc.) und lehrt Museolgie und Wissensvermittlung. In ihrem Vortrag geht sie der Frage nach, wie sog. „einschließende“ Räume für heterogene Besuchergruppen geschaffen werden können. Ihr Workshop bietet Möglichkeiten, bewusst und unbewusst transportierte Aussagen einer Ausstellung zu analysieren – vor allem in Bezug auf ein jüngeres Publikum.
Gabriele Sand (D) Seit den 1990er Jahren finden im Sprengel Museum Hannover Ausstellungen für Kinder statt. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Künstler_innen ebenso eine Rolle wie die Präsentation von Werken aus der Sammlung. In diesem Vortrag werden die Möglichkeiten dieses besonderen Ausstellungstypus erläutert und im Anschluss diskutiert.

Programm

Donnerstag, 15. Mai 2014
10:00 – 10:30 Begrüßung Sabine Breitwieser, Direktorin
Einführung Elisabeth Ihrenberger, Kunstvermittlerin
10:30 – 11:15 Annabelle Görgen-Lammers
Das Hamburger Kinderzimmer der Hamburger Kunsthalle
11:15 – 11:30 Diskussions- und Fragerunde
11:30 – 12:15 Michael Hansen
Kunst Museum für Kinder im Statens Museum for Kunst und kreative Lernumgebungen
12:15 – 12:30 Diskussions- und Fragerunde
12:30 – 13:30 Mittagspause
13:30 – 14:15 Gabriele Sand
Das Leben hängt im Museum. Zwischen Bildung und Erlebnis. Aspekte zur Konzeption von Kunstausstellungen für Kinder
14:15 – 14:30 Diskussionsrunde und Fragen
14:30 – 15:15 Lisa Noggler-Gürtler
Kulturwissenschaftliche Ausstellungen für und mit Kindern
15:15 – 15:30 Diskussions- und Fragerunde
15:30 – 16:00 Pause
16:00 – 17:30 Ausstellungsbesuch Durch dick & dünn. Eine Ausstellung für Kinder und Freunde jeden Alters mit Hintergrundinformationen und Einladung zur Analyse mit den Kurator_innen Erik Hable, Lena Hofer und Martina Pohn

Abendessen (nicht im Teilnehmerbeitrag inkludiert)

Freitag, 16. Mai 2014
9:30 – 10:15 Armin Klein
Besucherorientierung und Audience Development im Museum
10:15 – 10:30 Diskussions- und Fragerunde
10:30 – 11:15 Laurie De Chiara
Accessibility for mixed aged audiences in contemporary art
11:15 – 11:30 Diskussions- und Fragerunde
11:30 – 12:15 Jakob Hoffmann
Neue Kunst für Kinder. Psst!– ein Ausstellungskonzept mit Grafikern und Illustratoren
12:15 – 12:30 Diskussions- und Fragerunde
12:30 – 13:30 Mittagspause
13:30 – 15:30 Workshops
Armin Klein Audience Development im Museum: Kultur für/mit und von Kindern
Lisa Noggler-Gürtler Bauchgefühl trifft Analyse
15:30 Abschluss und Zusammenfassung


Kosten: EUR 50,-/Person
Anmeldung und Information:
Martina Pohn, martina.pohn@mdmsalzburg.at
T. 0662/842220-351
Ort: Museum der Moderne Rupertinum, Wiener-Philharmoniker-Gasse 5, 5020 Salzburg

Konzept: Elisabeth Ihrenberger
Die Tagung wird gefördert aus den Mitteln des BMUKK
und findet anlässlich der fünften Kunstausstellung für Kinder des Museum der Moderne Rupertinum statt.

Durch dick & dünn. Eine Ausstellung für Kinder und Freunde jeden Alters
, 25. Januar – 13. Juli 2014

Freitag, 18. Oktober 2013

Reflexion von Kunst- und Kulturpartnerschaften

Fachtagung „Qualität in der schulischen Kunst- und Kulturvermittlung“ Schule im Dialog mit außerschulischen Kultureinrichtungen
Termin: Mi., 06.11.- Fr., 08.11.2013
Ort: Traunkirchen, OÖ

Mit „Kunst macht Schule" startete das BMUKK eine Serie von Initiativen, um „jungen Menschen einen unmittelbaren Zugang zu Kunst und Kultur" zu eröffnen „und ihnen Raum zur Entfaltung ihrer Kreativität" zu bieten. „Jede Schule in Österreich soll die Chance nützen, eine Kunst- und Kulturpartnerschaft mit einer Kultureinrichtung einzugehen."
Das vermehrte Angebot verschiedener Kunst- und Kultureinrichtungen an Schulklassen gibt den Anlass, folgende Fragen in der Tagung in Form von Referaten, Workshops und Diskussionen zu behandeln:
• Gibt es ein gemeinsames Verständnis des Begriffs „schulische Kulturvermittlung"?
• Worin zeigt sich die Qualität in der schulischen Kulturvermittlung, wo gibt es Mängel?
• Gibt es Kriterien für eine „Nachhaltigkeit" in der Kulturvermittlung?
• Welche Herausforderungen bestehen in der Kooperation zwischen schulischen und außerschulischen Kulturinitiativen?
Was zeichnet gelungene Kooperationen aus?
• Welche Unterstützungs- und Vernetzungsmaßnahmen wären hilfreich?

Zielgruppen:
Die Tagung richtet sich an Schulleiter/innen und Lehrer/innen aller Schularten, an Lehrbeauftragte an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten und an Vertreter/innen verschiedener Institutionen, die sich der schulischen Kunst- und Kulturvermittlung verpflichtet fühlen.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Seitenweise Forschung finden

"Wir schlagen uns für Sie durch den Studien-Dschungel" - so lautet das Motto von Birgit Mandel, Thomas Renz und Paul Krüerke vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim.
Auf dem Fachportal kulturvermittlung-online.de stellen sie Forschungsberichte zu den Themen Kulturelle Bildung, Kunstvermittlung, Audience Development, Kulturnutzung und Kulturmarketing zur Verfügung. Hier lassen sich zahlreiche hilfreiche Studien finden!

Montag, 24. Juni 2013

"Römer oder so" im vorarlberg museum

Nach vier Jahren Schließzeit öffnete am Wochenende in Bregenz das neu gestaltete vorarlberg museum wieder seine Pforten. Fünf Ausstellung thematisieren die Geschichte des Landes und seiner Kultur. Beachtlich ist dabei, dass das Museum auch eine Ausstellung für Kinder integriert hat.

Die Ausstellung "Römer oder so" richtet sich an Menschen mit Kindern aber auch an alle, die Interesse an Archäologie haben. Sie präsentiert Fundstücke aus Brigantium und beschäftigt sich mit der Welt der Römerzeit als auch der Welt der Forschung. Hier heißt es mitdenken, forschen, vergleichen und tüfteln um herauszufinden, was es mit Blumentöpfen, Scherben, Grabfunden, den Römern und Kelten und der Geschichte des Landes auf sich hat. Lisa Noggler-Gürtler, die viele Ausstellungen für das Zoom Kindermuseum kuratiert hat, hat dieses tolle Ausstellungsprojekt geleitet. Weitere Detailinfos dazu finden sich in diesem Ausstellungsfolder.

Natürlich müsste ich jetzt auch etwas über die anderen Ausstellungen und den schönen Neubau schreiben. Ich möchte die Aufmerksamkeit aber auf ein weiteres Detail lenken: die Homepage finde ich wirklich super gestaltet. So eine gut lesbare Schriftgröße und Übersichtlichkeit findet man sonst kaum!

www.vorarlbergmuseum.at

Sonntag, 17. März 2013

30 Jahre Kunstvermittlung im MdM

Im Februar 1983 wurde in Salzburg das Rupertinum eröffnet, das inzwischen zum Museum der Moderne geworden ist. Für die Kunstvermittlung war diese Eröffnung ein wichtiger Meilenstein. Hier gab es die erste fest angestellte Museumspädagogin Österreichs, wie das Arbeitsgebiet damals meistens noch genannt wurde.

Die Kunstvermittlung des Museum der Moderne feiert ihr 30-jähriges Bestehen mit der Ausstellung "Auf Augenhöhe - Archiv & Labor. Aus drei Jahrzehnten Kunstvermittlung".

Die Ausstellung speist sich aus einer Vielzahl von Objekten der Vermittlungsarbeit. Zu den Werken von Kindern und Erwachsenen mischen sich kommentarlos didaktische Gegenstände sowie interaktive Objekte, die speziell für die Erlebnisräume diverser Ausstellungen entstanden sind. Darunter befindet sich auch das begehbare Spiegelkabinett der Kinderausstellung "Alice & Co im Wunderland". Die Ausstellung "Auf Augenhöhe" ist ein Kabinett der Erinnerung. Sie erzählt, zeigt und deutet die Fülle an Möglichkeiten der Zugänge zur Kunst an.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 5. Mai 2013 im MdM Rupertinum. Am Samstag, den 20. April gibt im MdM sowie in anderen Salzburger Museen verschiedene Veranstaltungen zum Jubiläum der Kunstvermittlung.

Freitag, 25. Januar 2013

Berufsfeld Kulturvermittlung

Die Wiener Forschungseinrichtung Educult vergleicht im Rahmen des Forschungsprojektes "AEMS - Arts Education Monitoring System" wie sich die Kulturvermittlung europaweit entwickelt hat und was zu ihrer Weiterentwicklung nötig ist.

Die Ergebnisse werden bei einer Tagung am 15. Februar 2013 präsentiert. Projektpartner stellen außerdem besondere Vermittlungsprojekte aus England, Deutschland, Spanien, Ungarn und Österreich vor.

Zur Studie beitragen können Kulturvermittlerinnen und Kulturinstitutionen auch noch, indem sie den von Educult zusammen gestellten Fragebogen ausfüllen.

Fragebogen für KulturvermittlerInnen: <a https://www.surveymonkey.com/s/8YL98YL
Fragebogen für Kulturinstitutionen: https://www.surveymonkey.com/s/C7F96XH

Alle Infos zu Tagung, Projekt und Fragebogen finden sich hier.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Der Salon Kulturvermittlung lädt nach Wien

Seit März 2012 wird auf salon kulturvermittlung über die theoretischen Grundlagen der Kulturvermittlung diskutiert.

Was ist das Ergebnis dieser Diskussion und wie geht es weiter?

Das wird bei einer Tagung am 15. März 2013 erörtert. Die Praktikerinnen der Kulturvermittlung erhalten hier die Möglichkeit, ihre Arbeit zu reflektieren und sich mit den theoretischen Grundlagen zu befassen.

Theorien-Thé, 15.3.2013, 10:00 - 18:00 Uhr
Akademie der bildenden Künste, Wien

Dienstag, 8. Januar 2013

Psstt - MMK Frankfurt

Liebe Leserinnen und Leser!

Zu Jahresbeginn möchte ich mich bei allen LeserInnen meines Blogs bedanken. In den letzten fünf Jahren habe ich hier zahlreiche Materialien über Kunstvermittlung angesammelt und die positiven Rückmeldungen motivieren mich immer wieder, Neuigkeiten und Beobachtungen vorzustellen. Ich freue mich somit auf ein neues Blog Jahr und hoffe, ihr findet wieder interessante Themen.

Mit diesem Beitrag werde ich eine neue Kategorie einführen, die den Titel "Ausstellungen für Kinder" trägt. Die Beobachtung der letzten Jahre zeigt, dass sich immer mehr Museen trauen, Kunstausstellungen für Kinder zu zeigen.

Zum ersten Mal hat nun das Museum für Moderne Kunst Frankfurt dieses Format für sich entdeckt. Dort läuft noch bis zum 27.1.2013 die Ausstellung "Psst", in der es um Geheimnisse geht. Die Ausstellung wurde von Künstlern aus Frankfurt und England für Kinder von fünf bis zwölf Jahren entwickelt. Darüber hinaus ist sie eine Kooperation mit dem Kindermuseum Frankfurt.

Wie schön, dass die großen renommierten Häuser Kunstausstellungen für Kinder einführen. Sie sind eine gute Erweiterung der Kunstvermittlung und tragen viel dazu bei, Museen besucherfreundlicher zu gestalten.